Fachbegriffe leicht verständlich

Hier finden Sie Fachbegriffe und ihre Erklärungen, leicht verständlich.

Bei den 2D-Codes unterscheidet man zwischen Stapelcodes (Codablock, PDF417) und Matrixcodes (DataMatrix, MaxiCode, QR-Code). Der Begriff 2D-Code kann durch die zweidimensionale Informationsdarstellung hergeleitet werden. Das heißt, der Standard-Strichode wäre ein 1D-Strichcode, da die Codeinformation nur in der X-Achse dargestellt ist.

Der QR-Code (Quick-Response Code) wurde Mitte der 90iger Jahre vom japanischen Hersteller Denso Wave (damals Nippondenso) entwickelt. QR-Codes können auf der Fläche eines herkömmlichen 1D-Barcodes sehr viel mehr Inhalt integrieren. Es ist z.B. möglich, auf einer Fläche von wenigen Zentimetern über 4.000 Zeichen Text darzustellen.

Bei den gestapelten Codes kommt noch eine zweite Informationsebene in Form der Y-Achse hinzu. Durch diese Art der Komprimierung, d. h. Stapelung, kann die Fläche für einen 2D-Code relativ klein gehalten werden. Der Einsatz der Lesetechnik ist im Vergleich zu Standard Strichcodes nur mit geringen Mehraufwand verbunden, was sich in der Praxis als positiv herausgestellt hat, sofern die Codestrukturen von Standard Strichcodes erhalten bleiben.

Parallel dazu entwickelte sich eine Reihe von Codes, die nicht mehr als Strichcodes bezeichnet werden können, sondern als Matrixcodes. Als Basis für die Leseseite sind schnelle Bildverarbeitungssysteme in Form von Zeilenkameras oder Matrix-Kameras von Nöten. Ein selbstkorrigierender Fehlerkorrekturalgorithmus gewährleistet die Datensicherheit.

Der DataMatrix benötigt einen kleinen Platzbedarf, ist sehr kompakt, sicher und erlaubt eine Vielzahl unterschiedlicher Zeichen und Schriftsätze in der Verschlüsselung.

Ein Strichcode ist ein Barcode, der auf dem binären System (0 und 1) basiert. Je nach Anordnung der 0 bzw. 1 erscheinen die Striche und die Leerzeichen breiter oder schmaler. Hinter diesen Strichen und Leerzeichen verbergen sich Informationen, die der Computer mithilfe eines Scanners umsetzen kann. Es gibt mehrere Arten von Barcodes, die in verschiedenen ISO Normen standardisiert sind.

Die Codierfläche besteht aus einer Strichcodierung, zwei hellen Ruhezonen und oft einer Klarschriftzeile.

Die Strichcodierung enthält die verschlüsselte Information, bestehend aus eingefärbten Strichen und nicht eingefärbten Lücken. Die Ruhezone befindet sich vor und hinter der Strichcodierung und dient zur Abgrenzung des zu identifizierenden Objektes. Die Klarschriftzeile befindet sich unter der Strichcodierung und stellt die gesamte verschlüsselte Information in lesbarer Schrift dar.

Es gibt verschiedene Strichcodetypen, z. B.:

  • EAN 8 und EAN 13 (Zeichenvorrat 10 Ziffern, Zeichenlänge 8 oder 13 Stellen)
  • Code 39 (alphanumerischer Zeichensatz, Zeichenvorrat 43 Ziffern, variable Zeichenlänge)
  • Code 128 (Full-ASCII, Zeichenvorrat 128 ASCII, variable Zeichenlänge)

Bei den kontaktlosen Chipkarten unterscheidet man zwischen Niederfrequenter Daten- u. Energieübertragung - 125 kHz:
z.B.: EM4102/1, EM4550, Hitag 1, Hitag 2

und hochfrequenter Daten- und Energieübertragung - 13,56 MHz:
z.B.: Mifare 1K, 4K, Mifare DESfire, Legic Prime, Legic Advant, ICode SLi

Die Karten bestehen aus PVC und sind mehrlagig aufgebaut. Beim Druckverfahren Offset ist die bedruckte Folienschicht im Inneren der Karte und darüber liegt ein transparentes Overlay. Eine nachträgliche optische Personalisierung ist möglich. Bei den kontaktlosen Chipkarten liegt das Chipmodul mit der Antenne auf einem innenliegenden Prelaminat und somit von außen kaum sichtbar. Zum Einbringen eines Kontaktchips werden in die fertig gestanzten Karten Löcher gefräst und die Chipmodule eingeklebt.

Das Format der Plastikkarte ist durch die ISO7810 (ISO: International Standard Organisation) definiert. Diese Karten werden im ISO-Format ca. 86mm x 54mm produziert und haben eine Stärke von ca. 0,82mm.

Bei Kontaktbehafteten Chiptypen unterscheidet man zwischen Speicher- und Prozessorchipkarten. Die Speicherchipkarten entsprechen den ISO-Normen 7810 und 7816 und werden mehrlagig und laminiert produziert.

RFID - radio-frequency identification bezeichnet eine Technologie für Sender-Empfänger-Systeme zum automatischen und berührungslosen Identifizieren und Lokalisieren von Objekten und Lebewesen mit Radiowellen. Ein RFID-System besteht aus einem Transponder (umgangssprachlich auch Funketikett genannt), der sich am oder im Gegenstand bzw. Lebewesen befindet und einen kennzeichnenden Code enthält, sowie einem Lesegerät zum Auslesen dieser Kennung. Die Kopplung geschieht durch vom Lesegerät erzeugte magnetische Wechselfelder in geringer Reichweite oder durch hochfrequente Radiowellen. Damit werden nicht nur Daten übertragen, sondern auch der Transponder mit Energie versorgt. Zur Erreichung größerer Reichweiten werden aktive Transponder mit eigener Stromversorgung eingesetzt, die jedoch mit höheren Kosten verbunden sind.